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Reisen mit AIDAprima

AIDAprima: Loch im Kopf und jetzt? Das passiert wenn Kinder sich verletzen!

Im Urlaub ist im besten Fall immer alles „Friede, Freude, Eierkuchen“. Auch bei uns war es das die letzten Jahre eigentlich so. Seit die Kinder da sind, hatten wir keine Reisen, bei welchen irgendetwas schief gelaufen ist.

So hatten wir auf unserer fünften Reise mit AIDAprima eine Premiere feiern dürfen, wenn auch eine, die man zweiseitig sehen muss. Auf der einen Seite ist das perfekt gewesen, um zu sehen wie das funktioniert und dass man sich eigentlich keine Sorgen machen muss, aber auf der anderen Seite hat man da auch ein Kind mit einem echt großen Problem.

Aber von vorne, was war passiert? Leon und Julian wollten unbedingt im Beach Club der AIDAprima schwimmen. Das funktionierte auch super, Melanie und ich saßen außen und schauten zu.

Nach einer Weilte wollten die Jungs unbedingt ins Four Elements wechseln – zum Tornado und dem Lazy River, kein Problem. Also sind wir dorthin gegangen.

Im Regelfall sitzen wir immer unweit entfernt von den Kids, sodass wir es im Blick haben, falls doch etwas passieren sollte. Im Four Elements ist das etwas schwieriger, deshalb haben wir da immer die Abmachung, dass wir im Außenbereich der 5. Element Bar sitzen, so war das auch heute.

Nach 15 Minuten Four Elements-Spaß kam Leon angelaufen, irgendwo zwischen hektisch und tiefen entspannt. „Du Papa, der Julian der blutet am Kopf ein bisschen.“  Wo ist er denn? Was heißt ein bisschen? Naja, es läuft schon auch den Rücken runter, er hat ein Loch im Kopf und ist weggelaufen.

Da war dann auch unsere tiefe Entspannung weg, da Julian irgendwie in eine komplett andere Richtung gelaufen ist. Wir suchten 10 Minuten nach Julian und waren uns dann einig, dass irgendwas passieren muss und wenn mehr Menschen suchen, wird das Kind sicherlich auch schneller gefunden. Doch sollte es so schlimm sein, wie Leon sagt, so müsste der Kleine ja im Hospital sein.

Wir haben unsere Entscheidung dann abgenommen bekommen, da wir an die Four Elements Rezeption gerufen wurden. Dort hieß es schon, Julian sei im Bordkrankenhaus, wir sollten nur kurz noch mal am Kids Club vorbeigehen. Verstanden habe ich das nicht, da die Kids da nicht angemeldet waren. Vor Ort gab es dann noch einmal eine Info, dass Julian im Krankenhaus der AIDAprima ist.

Da wir ja schon einige Male an Bord waren und das Schiff nahezu in- und auswendig kennen, war klar, wo das Bordhospital zu finden ist, auf Deck 3.

Im Hospital angekommen erwartete man uns schon, die Krankenschwester ließ mich ein Dokument unterschreiben, welches AIDA erlaubt, über den Fall mit Carnival Maritime zu sprechen. Sprich die Erlaubnis, den „Unfall“ und die „Behandlung“ zu melden – was ja kein Problem ist, wichtiger war es mir, was denn nun mit Julian ist.

Zu ihm durften wir dann auch, der lag relativ entspannt im Behandlungszimmer auf der Liege, dort war die Ärztin und hatte ihn schon erstversorgt und auch gereinigt. Er muss wohl ganz schlimm ausgesehen haben. Zudem war auch eine Mitarbeiterin aus dem AIDA Kids Club vor Ort, diese hatte sich um den Kleinen gekümmert. Die Kette der Versorgung fand ich an dieser Stelle sehr interessant.

Nachdem Julian im Four Elements weggerutscht war, sprach ihn ein anderes Kind auf seinen Blutfluss entlang seines Rückens an. Julian ging daraufhin über den Racer nach oben und bewegte sich in Richtung Pool Bar. Die vielen Menschen, die dort lagen und urlaubten, interessierten sich scheinbar überhaupt nicht für das blutende Kind. Lediglich ein Mann, den wir leider bisher noch nicht getroffen haben, reagierte auf das Vorkommnis.

Er packte Julian und trug ihn an die Poolbar, an dieser Stelle übernahm die Crew den Kleinen, brachte ihn ins Bordhospital und informierte den Kidsclub, damit ein Betreuer für ihn abgestellt wird. Zeitgleich wurde eine Gruppe losgeschickt, die uns – die Eltern suchen sollte, hierbei waren wohl aber auch 1-2 Gäste, sagte Julian.

Und dann sind wir wieder zum Bordhospital, nachdem wir mit Julian und der Ärztin sprachen, wurde uns gesagt, was der Plan sei. Die Platzwunde muss genäht werden, hierbei durfte dann auch jemand jemand von uns dabei sein, auch die Kids Club-Betreuerin ist Julian bis zum Schluss nicht von der Seite gewichen. Erst als auch wir das Bordhospital verließen.

Man muss hier wirklich ein ganz großes Lob aussprechen, auch wenn es die Gäste nicht interessiert, was um sie herum passiert, da sie ja im Urlaub sind, gibt es dennoch Menschen, die auch mal einschreiten. Auch der Crew gilt ein besonderes Lob, die hat das erstklassig gemacht, sicherlich wäre Julian auch alleine an der Bar angekommen und dann wäre diese Kette auch gestartet, aber ich bin auch echt froh, dass man sicher sein kann, dass auch noch andere Menschen, die „Urlaub machen“, mal eine Sekunde für einen Mitmenschen über haben.

Das Ende von Lied ist, Julian ist wieder fit, darf nun ein paar Tage nicht ins Wasser und wir sind um knapp 230,00 Euro erleichtert worden. Wobei ich hier wirklich überrascht war, ich habe da mit deutlich mehr Geld gerechnet. Das Geld bekommen wir aber auch wieder, das zahlt die Auslandskrankenversicherung, die im Übrigen nicht einmal 30 Euro pro Jahr für eine Familie kostet.

Letztlich waren alle involvierten Personen super nett und kompetent, das Kind ist wieder geflickt, glücklich und hat sogar noch einen kleinen Itzi im Bordkrankenhaus bekommen. So wird er seine Geburtstagsreise sicherlich nie wieder vergessen.

Auflösen wollen wir natürlich auch noch, was Julian gemacht hat. Er spielte im Four Elements und rutschte auf der kleinen Rutsche, wie schon so oft.

Rutschen, Treppe hoch rennen, rutschen und dann blieb es aber nicht mehr beim Treppe hoch hechten und rutschen. Er rutschte weg und schlug mit dem Kopf auf. Dabei hat er sich dann eine echt ordentliche Platzwunde zugezogen.

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