AIDA kündigte Agenturverträge von Reisebüros und Banken mit Rückvergütung

aidablu-41
AIDA kündigt Agenturverträge mit Reisebüros die Rückvergütungen und Bordguthaben anbieten

Heute ist ein wundervoller Tag für alle Reisebüros die ehrlich und gut arbeiten. Die sich mit Beratung und Fleiß die an die Kunden binden.

Bisher konnten die Sparkassen-Kunden und auch die VR-Bank-Kunden auf Reiseportalen ihrer Bank buchen und bis zu 7% Rückvergütung erhalten. Hier muss man sagen, dass die Rückvergütungshöhe in manchen Vertriebsmodellen geringer ausfällt als das was die Banken beziehungsweise das dahinter stehende Reisebüro an Provisionen verschenkt hat. Gleiches passiert in vielen Reisebüros in Deutschland, die sich nur über das Cashback, Bordguthaben und Rückvergütungen definieren.

AIDA hat da nun scheinbar die Reißleine gezogen, einige Kunden solcher Banken und Reisebüros haben das in den sozialen Netzwerken verbreitet, ich habe zum Hörer gegriffen und mich direkt in den Callcentern der Banken und einigen Reisebüros informiert und es stimmt, sie dürfen ab 01. März 2019 keine AIDA Reisen mehr verkaufen.

Ein ganz großes Lob an AIDA Cruises, endlich zeigt eine Reederei mal „Eier“ wie es so schön heisst und ist konsequent. Die Rückvergüter schädigen den Gesamtmarkt und vor allem die wenigen guten Kreuzfahrt-Reisebüros die wirklich eine starke Expertise aufweisen können, da sie sich weiterbilden und eine gute Marktübersicht haben. Die kostet allerdings Geld weshalb es für diese Reisebüros nicht wirklich möglich ist, neben der Investition in die Mitarbeiter auch noch mehrere Prozentpunkte an Provision zu verschenken.

Neben den großen Rückvergütern der Banken soll es auch weitere zum Teil große und kleine Reisebüros getroffen haben die in ähnlicher Höhe die Provisionen an die Kunden als Bordguthaben und Ähnliches verteilt habe. Ich bin gespannt ob sich die Reisebüros dann auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen berufen und jetzt nach und nach die Rückvergütungen einstellen oder es auf den Knall ankommen lassen.

Ich finde das sehr gut, der Markt wird sich mehr und mehr sondieren im Reisebüroumfeld, die Beratungsqualität wird steigen, die Kunden besser informiert und der Verlust der Kunden die man berät an die Rückvergüter geht auch zurück, denn bisher war es ja doch auch oft so, dass sich die Gäste haben gut beraten lassen an verschiedenen Stellen und sind letztlich zu den Rückvergütern gelaufen um ihr Bordguthaben abzustauben.

Faktisch wird eine Provision nicht dafür gezahlt, dass man den Kunden davon was abgibt, damit man überhaupt Kunden bekommt, auf diese Art und Weise arbeiten viele Reisebüros, kaum Beratungskompetenz, aber viel Cashback. Das macht für die Reedereien keinen Sinn das zu finanzieren und ist auch nicht fair gegenüber allen Unternehmen die ehrlich und sauber arbeiten ohne ihre Provision zu verschenken.

Spannend wird es jetzt bei TUI Cruises, dessen Vertriebsleiter Udo Lutz hatte sich im letzten Jahr auch negativ über die Rückvergüter geäußert. Jetzt ist die Frage ob sie kollegial mitziehen oder die Tatsache als Wettbewerbsvorteil für sich nutzen. Vorweg laufen wollten sie nicht, aber das Hinterherlaufen können sie ja, das haben sie bereits bewiesen.

AIDA sagt dazu:

Wir gehen unseren vor Jahren eingeschlagenen und der Branche inzwischen bekannten Weg konsequent weiter und stehen auch in der Zukunft für fairen Vertrieb ohne Rückvergütungen.

Wir bitten im übrigen um Verständnis, dass wir zu Verträgen grundsätzlich keine Details mitteilen.

Mehr AIDA Cruises News

Teile den Inhalt kostenfrei mit deinen Freunden

Share on facebook
Facebook
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on google
Google+