Menü

Großes Interview mit Felix Eichhorn

AIDA Chef Eichhorn im Kreuzverhör bei Travelnews

Kreuzfahrten boomen, stehen aber aktuell auch sehr stark in der Kritik. Felix Eichhorn, Präsident der AIDA Cruises, dem deutschen Kreuzfahrtmarktführer hat sich einem wahren Fragenhagel in der Schweiz gestellt.

Felix Eichhorn, Präsident der AIDA Cruises ist erst 39 Jahre alt, dennoch begleitet er die Entwicklung der AIDA Cruises bereits seit 19 Jahren. Innerhalb dieser Zeit besetzte er Positionen an Bord, später an Land und nach nur kurzer Zeit in der Führungsebene. Er absolvierte bereits sein Studium im dualen System bei AIDA. Seit dem 01. September 2015 ist er Präsident der AIDA Cruises – mit damals erst 35 Jahren!

Da er sich zuletzt in der Schweiz aufhielt, ließ sich travelnews.ch es sich nicht nehmen, den Kopf AIDAs zu einem Interview zu bitten. In diesem Interview ging es vor allem auch um die Situation in der Schweiz, aber auch um das allgemeine Wachstum, die Nachhaltigkeit AIDAs und der Kreuzfahrtbranche. Aber auch um die internationale Crew an Bord von Kreuzfahrtschiffen.

Im puncto Wachstum stellt Eichhorn in erster Linie klar, dass es sich bei Kreuzfahrt im Bezug auf die gesamte Tourismusbranche weiterhin um ein Nischenprodukt handelt. Auch wenn sie sich bereits einer großen Beliebtheit erfreuen. In der Schweiz gäbe es beispielsweise 150.000 Kreuzfahrer im Jahr. Dafür aber 9,5 Millionen Auslandsaufenthalte mit einer Dauer über 4 Tagen. Prozentual trenne sich das nicht sehr weit von Deutschland. Hier gäbe es im Jahr rund 2,3 Millionen Kreuzfahrten gegenüber 70 Millionen Ferienreisen. Im Verhältnis zwischen Einwohnerzahl und Kreuzfahrer kommen man in der Schweiz auf einen Wert von 1,8 %, in Deutschland auf 2,7 %.

Eichhorn selbst zeigt sich überzeugt, dass der Markt weiter wachsen wird. Denn Kreuzfahrten seien eine Urlaubsform mit einer gigantischen Vielfalt, um an einen anderen Ort zu gelangen bräuchte man nicht einmal seine Koffer packen.

Konzentration auf neue Märkte

Als es um die Märkte ging, betonte Eichhorn, dass man sich in den letzten Jahren auf den deutschen Markt fokussiert hätte, hier komme man inzwischen auf einen Marktanteil von 45% mit einer gigantischen Bekanntheit. Fortan wolle man sich auch verstärkt auf ein Wachstum in der Schweiz konzentrieren.

Die große Stärke AIDAs sieht er in der Vielfältigkeit der Flotte, in der sich neben den großen auch kleiner und mittlere Kreuzfahrtschiffe befinden. Auf diese Weise könne man für jeden Reisenden und jede Generation das richtige Produkt anbieten.

Der Marktanteil in der Schweiz liege bei einem Prozent – wenn überhaupt.

Beliebte Ziele verschieben sich – Preise bleiben stabil

Auf die Frage, ob das Mittelmeer noch immer „Die Butter auf dem Brot“ sei entgegnet Eichhorn seinem Interviewer, dass vor allem Nordeuropa extrem wächst und dem Mittelmeer näher rückt. Im Sommer seien derzeit drei Schiffe im Mittelmeer, aber dafür 10 in Nordeuropa – dies unterstreicht den extrem starken Markt in Nordeuropa.

Die Preise hingegen seien laut Eichhorn trotz des großen Flottenwachstums in den letzten Jahren recht stabil geblieben.

Eichhorn über Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Vor allem in letzter Zeit erlebt die Kreuzfahrt einen ziemlich Gegenwind durch Klimaaktivisten. Immer häufiger werden Kreuzfahrtschiffe als „Dreckschleudern“ betituliert. Genau aus diesem Grund kamen im Interview zwischen travelnews.ch und Felix Eichhorn auch diese Themen zur Sprache.

Eichhorn führt in erster Linie AIDAnova an, das allererste Kreuzfahrtschiff, das zu 100% mit LNG betrieben werden kann. Zur Sicherung des Treibstoffs hat AIDA bereits Verträge mit Shell geschlossen. AIDAnova wird derzeit im Mittelmeer alle zwei Wochen betankt. Mit einem Schiff, das selbst auch mit LNG betrieben wird.

Doch dabei bleibt es nicht, Eichhorn hat es im Interview zwar nicht erwähnt, aber auch AIDAprima und AIDAperla sind bereits in der Lage, Teile ihrer Reisen mit dem emissionsarmen Flüssigerdgas zu bewältigen.

Im selben Zug erwähnt Eichhorn aber auch die Zeit und Arbeit, die in die Nachhaltigkeit und neue Treibstoffe investiert werden. Das betreiben eines Kreuzfahrtschiffe mit LNG habe 10 Jahre Forschungszeit in Anspruch genommen.

Allerdings sind die älteren Schiffe nicht so einfach auf LNG umzustellen. Doch auch in diesem Punkt hat Eichhorn eine entsprechende Antwort geliefert. Denn bereits bei AIDAdiva, die 2007 in Dienst gestellt wurde, hat man Raum für eine Landstrombetreibung gelassen. Bereits seit 3 Jahren können die AIDA Schiffe in Hamburg teilweise mit Landstrom versorgt werden. Ab 2020 soll dies auch in Warnemünde und Kiel geschehen. Auch im wachsenden nordeuropäischen Raum laufen entsprechende Verhandlungen.

LNG als Übergangsprodukt

Zwar ist die Kreuzfahrtwelt derzeit von LNG begeistert. Doch auch LNG bietet einige Nachteile und wird daher wohl auch nur ein Übergangsprodukt bleiben, ein Schritt in eine saubere Kreuzfahrt. Dies hat auch AIDA bereits erkannt. Und so forsche man laut Felix Eichhorn auch schon an den wahren Treibstoff der langfristigen Zukunft. AIDAnova und alle weiteren LNG Schiffe werden wohl mindestens eine Laufzeit von 25 – 30 Jahren haben.

In der Zukunft sieht Eichhorn eher einen CO2 neutralen Stoff, wie er beispielsweise bei der Betankung von CNG Autos vor kommt. Auch ein Biofuel aus reiner Biomasse sei denkbar, allerdings seien derartige Technologien noch lange nicht ausgereift. Im besten Falle finde man eine Lösung, mit der auch ältere Kreuzfahrtschiffe recht einfach ausgerüstet werden könnten. Wichtig sei es jedoch, den fossilen Brennstoffen den Rücken zu kehren.

Auch über Batterien mache man sich bei AIDA bereits Gedanken. Hier gilt es aber zu beachten, dass sowohl die Herstellung als auch die Entsorgung alles andere als umweltfreundlich ist.

Eichhorn über die internationale Crew 

Ein weiterer aktueller Kritikpunkt gegen die Kreuzfahrtbranche seien die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen der internationalen Crew Mitglieder. Hier betont Felix Eichhorn, dass die Arbeitsverträge nach den Regularien der IMO / ILO verfasst werden. Die Verträge entsprächen zusätzlich den Absprachen mit den Gewerkschaften der einzelne Staaten. Dennoch gibt er auch an, dass die Verträge zwischen EU Mitgliedern sich deutlich von denen der Non-EU-Bürger unterscheiden. Dennoch seien die Löhne meist deutlich höher, als das, was die Mitarbeiter in ihren Heimatländern verdienen könnten. So könne ein großer Teil der Gehälter in die Länder und die Familien fließen.

Wichtig seien vor allem die Philippinos. Denn bei ihnen handelt es sich um eine Seefahrernation die weder über viel Industrie oder auch Bodenschätze verfügen. Hierbei handelt es sich um eine extrem junge Bevölkerung, die gewillt ist zu arbeiten und ihre Familien zu versorgen. Die Hälfte der 104 Millionen Einwohner der Philippinen seien unter 24 Jahre alt, so Eichhorn. Zusätzlich erhalten die Crew Mitglieder eine umfassende Ausbildung mit einer fairen Anstellung.

Noch mehr Themen und Aussagen von Felix Eichhorn, kannst du hier im kompletten Interview mit travelnews.ch nachlesen. 

Weitere AIDA News

AIDA Schiffsbesichtigungen in Kopenhagen

Nun auch in Kopenhagen AIDA in Kopenhagen AIDA Schiffsbesuche jetzt auch in Kopenhagen Kreuzfahrtinteressierte haben diesen Sommer erstmals auch in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen die

Mehr AIDA Informationen

myAIDA.de - dein AIDA Reiseportal / © Screenshot (myaida.de)

myAIDA.de – Das AIDA Reiseportal

Plane jetzt deine Reise auf myAIDA.de zu myAIDA wechseln MyAIDA im Überblick – das könnt ihr machen!   Reiseplanung   AIDA Landausflüge reservieren Wellness- und

AIDA Wasserspender

AIDA Wasserspender auf Aura, Cara, Vita AIDA Barkarte Die kleinen AIDA Schiffe haben mit ihrem Bau einen Wasserspender bekommen. Bei AIDA Gästen wird das kontrovers

AIDA Club

Finde deine Vorteile AIDA Club AIDA Club Für leidenschaftliche Wiederholungstäter der AIDA Kreuzfahrten bietet sich der AIDA Club an, durch diesen bekommen Vielfacher etwas für

Share on facebook
Facebook
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on google
Google+